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E-flite UMX A-10 BL AS3X

Autor und Fotos: Peter Kaminski

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Ende 2016 wurde die UMX-Serie von E-flite um eine A-10 mit AS3X-Technologie erweitert, die wir hier vorstellen möchten. Die UMX A-10 ist mit einer Spannweite von 562 mm und 516 mm Rumpflänge das größte Impellermodell der UMX-Serie. Für die Größe ist das Modell sehr Scale-mäßig aufgebaut.

Konzept

Die UMX A-10 kommt wie alle Modelle der Serie mit festem Fahrwerk, wobei das Bugrad angelenkt ist. Ich muss aber sagen, dass dies lediglich für den Einsatz als Displaymodell Sinn macht. Rollen kann man das Modell nur auf einwandfreiem Untergrund und wo hat man den schon. Es lässt aber auch leicht entfernen und bei Bedarf auch wieder anbringen.

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Eine Kontrolle des Modells ist über alle drei Achsen möglich denn die UMX A-10 verfügt auch über Seitenruder. Alle Servos sind bereits eingebaut, fertig angelenkt und auch getrimmt. Wir mussten bei unserem Testmodell kein einziges Ruder nachtrimmen.

Die Trimmung erfolgt im Bedarfsfall über das Biegen der Anlenkung. Hierfür befindet sich in der Anlenkung ein Bogen, den man bei Bedarf mit einer kleinen Zange oder Pinzette zusammen oder auseinander biegen kann.

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Die beiden Seitenruder (siehe Abb. unten) und das Bugrad werden alle gemeinsam angelenkt.

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Als Antrieb dienen zwei Fünfblatt-28-mm-Impeller mit 13.500-Kv-Motoren (s. Abb. unten).

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Als Akku kann man einen 2-S-Akku mit 450 bis 800 mAh einsetzen. Wir empfehlen den EFLB8002SJ30 von E-flite. Diesen Akku muss man etwas nach hinten versetzen um den vom Hersteller angegebenen Schwerpunkt zu erreichen (s. Abb. unten), der übrigens, dass nehmen wir einmal vorweg, genau passt. Ggf. muss man hinten etwas zusätzliches Klettband an der Rumpfwand anbringen.

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Als Sender muss man ein SPEKTRUM DSM2/DSMX-Sender nutzen. Eine Wahl hat man hier nicht da der Empfänger eingebaut ist. Zudem ist in dem Empfänger auch die Gyro-Elektronik sowie der Regler integriert. Ein 4-Kanal-Sender reicht zur Steuerung schon aus. wir haben unseren Test mit einer DX9 durchgeführt.

Wenn man den Akku erste mal ansteckt befindet sich das Modell direkt im Binding-Modus und man muss diesen nur noch an der Fernsteuerung aktivieren und schon sind Sender und Empfänger gekoppelt.

Auf der Web-Site www.spektrumrc.com befinden sich für die SPEKTRUM-Fernsteuerungen auch Settings für die A-10, die man als Basis nutzen kann. Als Ausschläge kann man für alle Ruder eine Rate von 100 % mit 15 % Expo vorsehen, bzw. wenn man zwei Expo-Werte programmieren möchte die zuvor genannten als Hi-Rate nutzen und eine Low-Rate mit 70 % Rate und 0 % Expo. Für den Start haben wir eine extra Flugphase eingerichtet und dort über ein Mischer ein Offset von 1,5 bis 2 mm Höhenruder für den Start programmiert. Diese benötigt man unbedingt.

Praxis

Das Modell kann man entweder von unten, wie auf dem, Foto gezeigt, mit Schwung mit leichter Neigung (ca. 10 bis 15 Grad) nach oben kräftig werfen oder auch über Kopf im gleichen Winkel. Wichtig ist, wie schon zuvor gesagt, dass Höhenruder beim Start gegeben wird, damit das Modell nicht durchsackt.

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Ist es erst einmal in der Luft beginnt der entspannte Teil denn das Modell ist völlig unkompliziert zu fliegen. Dabei ist es sowohl sehr zügig unterwegs als auch erstaunlich langsam. Mit entsprechendem Höhenruder kann man fast Gehtempo fliegen. Das Modell ist dabei auch extrem agil. In der Halle würde ich es nicht fliegen wollen. Die UMX A-10 ist doch ein klassischer Parkflieger.

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Das AS3X mach einen perfekten Job. Selbst bei etwas Wind kann man die A-10 fliegen. Sie liegt dann lediglich etwas unruhiger in der Luft und die AS3X hat dann viel zu tun, was man an den Servogeräuschen beim Vorbeiflug gut hören kann. Bei Vollögas in den Wind rein ist lediglich ein leichtes Steigen festzustellen. Das ist bei anderen UMX-Modellen, wie z. B. der Mig-15, deutlich ausgeprägter. Es sind auch alle Jet-Kunstflugfiguren fliegbar.Erstaunlich ist, dass das Modell für die Größe wirklich sehr gut zu sehen ist und so kann man das Modell auch relativ großräumig fliegen.

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Eine Flugzeit von fünf Minuten kann man mit dem 800-mAh-Akku ohne Probleme erreichen. Ich habe den Timer immer auf vier Minuten gestellt und hatte noch jede Menge Reserve. Die Landung ist völlig anspruchslos und gelingt immer. Einfach Gas immer mehr rausnehmen und ein Meter vor dem Boden dann das Gas ganz rausnehmen und mit etwas Höhenruder-Einsatz ausschweben lassen. Die A-10 gleitet extrem gut.

Fazit

Der Preis der E-flite UMX A-10 liegt bei 180 Euro. Für ein so kleines Modell sicherlich schon ein Preis in der oberen Region aber man darf nicht vergessen, dass man hier ein flugfertiges Modell mit Empfänger bekommt, an dem außer dem Einsetzen des Akkus und dem Binden und Programmieren der Fernsteuerung keine Vorarbeiten mehr zu leisten sind. Fliegerisch überzeugt die A-10 absolut und ist auch für Roockies geeignet. Es gibt hier kein fliegerisches Manko was zu erwähnen wäre und unter den Gesichtspunkten relativiert sich dann auch der Preis. Die absolute Empfehlung als Feierabendflieger. Für mich absolut das beste Impeller-Jet-Modell in der UMX-Serie.

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