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JET POPWER EVENT 2018

Wir haben für euch den Veranstalter des JET POWER EVENT - Nachfolger der JetPower Messe - Emmerich Deutsch interviewt, der hier schon vorab ein Einblick in sein neues Konzept gewährt.

EDF-Jets.de: Wie viele ja wissen findet die Jet Power Messe ja nicht mehr in Bad Neuenahr-Ahrweiler statt sondern in Donauwörth-Genderkingen. Aber sicherlich ist nicht nur der Veranstaltungsort Donauwörth-Genderkingen und der Name der Veranstaltung mit „JET POWER EVENT“ neu sondern auch das Team hinter der Messe. Waren Sie auch schon bei der Jetpower Messe im Organisationsteam.

Emmerich Deutsch: Nein in Bad Neuenahr war ich zwar von Anfang an dabei, sozusagen Gründungsmitglied, als mich damals vor 16 Jahren Winfried Ohlgart anrief und seine Idee mir mitteilte, war ich sofort dabei, weil ich diese Idee als zukunftsfähig erkannte und vorallem weil vor 16 Jahren der Jet Modellbau noch in den Kinderschuhen steckte und man mit dieser Messe diesen fanatischen Modellbaubereich dem Kunden näherbringen konnte. Besonders hervorzuheben ist natürlich , dass man mit dieser Messe endlich die verschiedenen Hersteller dafür auf einen Raum zusammenbringen konnte und dem Interessenten, damals schon einen Überblick über die Jet-Produkte verschaffen konnte. Damals begannen wir mit ca. 15 Händlern, heuer auf der neuen JetPower erwarten wir ca. 140 Aussteller aus der ganzen Welt, damals waren es im Prinzip fast nur deutsche Hersteller, was die „Leaderschaft“ im Bereich JetModellbau der deutschen Produkte unterstrich. Ich weiß, dass diese „Leaderschaft“ trotz der enormen internationalen Konkurrenz, noch nicht verloren ist. Auch ist mir bewußt, dass hier einige neue Firmen entstanden sind, die gerade durch die JetPower Messe bekannt wurden und ihre Umsätze durch die JetPower Messe realisieren. Da ich den Modellbaumarkt sehr gut kenne, weiß ich auch, dass die Hälfte dieser Aussteller extrem von der JetPower Messe abhängig sind. Ohne diese Messe gäbe es diese Hersteller auf dem Markt sehr bald nicht mehr. Diese Erkenntnis ist natürlich auch eine Verpflichtung für mich gewesen, diese JetPower Messe weiterzuführen. Ebenso muss ich an die vielen treuen Besucher aus aller Welt denken, die hier für ihr Hobby eine generelle Übersicht der Jet-Produkte finden. Ich bin sehr viel auf Flugtagen weltweit unterwegs und weiß, dass es eine derartige Jet-Messe nirgend wo anders, auch nur ansatzweise, gibt.

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EDF-Jets.de: Wie sieht es denn mit der Infrastruktur auf dem Flugplatz Genderkinger Flugplatz (EDMQ) im Vergleich zu Bad Neuenahr-Ahrweiler aus? Es findet ja jährlich auch schon das Airmeet statt was ja auch eine Großveranstaltung ist. Da müsste die Infrastruktur ja für solche Massen von Besuchern auch ausgelegt sein.

Emmerich Deutsch: Ja das ist richtig, heuer ist inzwischen das zehnte Horizon Airmeet, das war ja auch eine Idee von mir und ich habe das Airmeet nach Donauwörth geholt, damals hatte Jörg Schamuhn die Vorgabe eine große Flugshow als Werbung für Horizon zu installieren, er suchte einen geeigneten Platz dafür. Den bekam er hier in Donauwörth. Da das mein Verein auch für meine Großflieger Aktivitäten ist, hatte ich natürlich zur Vorstandschaft die besten Kontakte, wie auch jetzt mit der JetPower. So ohne weiteres geben die Vereine ihre Plätze nicht her, da müssen doch enorme Anstrengungen im Verein unternommen werden um das zu realisieren. Hallen leer räumen, Platz herrichten, Flugzeuge wegfliegen, meist zu Nachbarplätzen fliegen und dort unterbringen, und  dann nach der Veranstaltung alles wieder zurück. Dann ist während der Veranstaltung der Platz geschlossen und es fehlen die Einnahmen der Start- und Landegebühren, das Absprechen mit den Nachbargemeinden muss erfolgen und Plätze für Parkplätze müssen zur Verfügung stehen. Alles also nicht so alltäglich, was eine Platzsuche für derartige Großveranstaltungen sehr schwer macht. Aber wie gesagt, mein Verein hat mich mit  dem Airmeet unterstützt und unterstützt mich vollkommen auch für das Vorhaben JetPower. Dafür bin ich allen meinen Fliegerkollegen sehr dankbar.

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Der Unterschied zum Platz in Bad Neuenahr ist hier in Donauwörth die Geographie, in Bad Neuenahr ist alles sehr bergig gelegen, Auffahrt, Platz, Parkplätze, in Donauwörth einfach alles eben. Die fränkische Alb beginnt erst drei Kilometer nördlich des Platzes, der Flugplatz liegt noch in der Donau-Niederung.
Durch das Airmeet haben wir hier in Donauwörth die langjährige Erfahrung wie die Infrastruktur dafür aufgezogen werden muss. Viele die beim Airmeet mithelfen, sind auch bei der JetPower dabei.

EDF-Jets.de: Es wird ja sicherlich auch neben dem Flugprogramm eine Ausstellung/Messe geben.

Emmerich Deutsch: Ja wir haben inzwischen ein 200 Meter langes und 21 Meter breites Zelt vertraglich gesichert, mit der Option noch 20 Meter Länge dazu zu bauen. Der Platz dafür ist  vorhanden. Da wir wesentlich mehr Fläche im Vorraum haben, können hier auch mehr Aussenstände vergeben werden. Inzwischen zeichnet sich ab, dass wir mit ca. 140 Ausstellern rechnen können. Damit wird es die größte JetPower sein die es je gab. Das erfordert natürlich ganz andere Infrastrukturen in jeglicher Hinsicht als beim Airmeet. Aber, alle meine Helfer ziehen an einem Strang, freuen sich alle sehr.

Die offiziellen Stand-Anmeldungen werden wir in der 2. Woche des März, online, möglich machen. Es wurden schon Gespräche geführt mit dem Luftamt, mit allen anliegenden Gemeinden und mit den Genehmigungsbehörden beim Landratsamt und in der Stadt. Es gibt hier nicht die geringsten Probleme die mir in den Weg gelegt werden, im Gegenteil, alle ziehen an einem Strang und wollen eigentlich nur helfen.

Das größte Problem wird wohl die Zimmerreservierung sein. Obwohl Donauwörth und Umgebung sehr gut aufgestellt ist, wegen AirBus mit ca. 6.000 Beschäftigten, aber die Anreisenden die ein Zimmer brauchen sollten jetzt schon versuchen zu reservieren, ansonsten könnte es sein, dass die freien Zimmer in der näheren Umgebung ausgebucht sind. Deshalb rate ich jetzt schon sich ein Zimmer reservieren zu lassen.

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EDF-Jets.de: Wie sieht es mit dem Flugprogramm aus. Gibt es da Ideen? Gibt es auch wieder eine Abendveranstaltung?

Emmerich Deutsch: Das Flugprogram wird schon etwas anders gestaltet werden als bei den vergangenen JetPower Messen. Hier war aus meiner Sicht das große Problem, dass man allen Ausstellern die Modelle oder Turbinen herstellen, einen sogenannten Flugslot einräumte um ihre Neuheiten zu präsentieren. Das funktionierte in den vergangenen JetPower Messen nicht wirklich. Schuld daran hatten aber die Aussteller selbst. Das Organisationsteam um Winfried Ohlgart wurde einfach überfahren. Die Flugslots sollten den Herstellern ermöglichen ihre Neuheiten im Flug vorzustellen. Das wurde von vielen ausgenützt, einfach um ihre Firma bei den Flugslots erwähnen zu lassen. Neuheiten waren das oftmals nicht wirklich. Viele Modelle wurden einfach geflogen die man schon jahrelang immer wieder in den Neuheiten-Slots fand. Das Ergebnis war, dass die Slots immer kürzer wurden und eigentlich, weil sie keine Neuheit mehr darstellten, für das Publikum auch uninteressanter wurden.

Showflug, mit berühmten, herausragenden Piloten gab es eigentlich nicht mehr. Diese, wenn sie fliegen wollten, mussten sich in irgendwelche Firmenslots rein mogeln, um überhaupt ihr Können und ihre Modelle zeigen zu dürfen. Ich habe hier einen klaren neuen Weg eingeschlagen. Wir alle wollen Flugslots mit Neuheiten sehen, echten Neuheiten. Wir wollen aber auch herausragende, auch internationale Piloten sehen, wir wollen auch herausragende Modelle im Flug sehen, wir wollen auch eben eine Show sehen. Deshalb wird hier von den Firmen die hier Modelle oder Turbinen anbieten und bei der Neuheiten-Show fliegen wollen, ein klar ausgefüllter Sprecherzettel gefordert, der die Neuheit klar beschreibt. Also ein Modell das hier nur eine andere Farbe aufweist, oder zum Unterschied zum Vorjahr eine Bombe darunter gehängt bekommt, ist keine Neuheit. Damit müssen sich die Hersteller schon anstrengen um wirkliche Neuheiten zu präsentieren, das wollen wir doch sehen und das bringt den Jet-Flug weiter.

Die Neuheiten Flugshow wird auch nicht vor 10 Uhr beginnen, es sollen ja Zuschauer anwesend sein und nicht vor fast leeren Rängen stattfinden. Was nun eine Neuheit darstellt und berechtigt ist an der Neuheiten-Show teilzunehmen, wird ein Team von drei erfahrenen Modellfliegern entscheiden. Das wird die Hersteller neu herausfordern. Ich hoffe damit wieder zwei bis drei Zeitfenster pro Tag zu haben um Show-Flug-Slots unterzubringen, damit das Publikum nicht nur Neuheiten zu sehen bekommt, sondern auch den Jet-Modellflug in allen Facetten und vom Feinsten, mit herausragenden Modellen, mit herausragenden nationalen und internationalen Piloten, auch mit Turbinenhelicoptern, zu sehen bekommt.

Eine Nachtflugshow wird es nicht geben, die ist vier Wochen vorher beim Airmeet. Ein Feuerwerk wird es auch nicht geben, dass zerreißt nur die Fliegerparty, die am Freitag und Samstag in einem großen Partyzelt stattfindet. Am Samstag hat mir vertraglich zugesagt die Marius-Müller-Westerhagen-Coverband, auf diese freuen wir uns alle, die war auch beim ersten Airmeet dabei. Als Ausgleich zum Feuerwerk habe ich mir etwas für alle im Partyzelt einfallen lassen.

EDF-Jets.de: In wie weit planen Sie den auch Elektroimpeller-Modelle in Messekonzept und in das Flugprogramm ein? Wird es hier Schwerpunkte geben wo die EDF-Jets besonders zum Zuge kommen?

Emmerich Deutsch: Also Impeller Jets sind für mich Jetmodele wie alle anderen auch, klar werden die genauso behandelt wie die Turbinen betriebenen. Man darf nicht vergessen - mit Impellern fing alles an.

EDF-Jets.de: Was wird es denn sonst noch Neues geben und planen Sie die Veranstaltung langfristig?

Emmerich Deutsch: Die Veranstaltung ist im Moment in allen wichtigen Verträgen inzwischen auf sieben Jahre geplant, mit dem Verein Flugplatz Donauwörth-Genderkingen, mit den umliegenden Grundstücksbesitzern, mit dem Zeltbauer, mit dem Sound und Licht und Strom Partner, mit dem Medienpartner Modellsport Verlag, usw. Zukunft heißt eben auch langfristig planen.

https://jetpowerevent.com/