edf Concorde von HM Modelltechnik

Fotos: Peter Kaminski

DSC 6870

Auf dem Impellertreffen in Wey trafen wir Harald Matussek von HM Modeltechnik, der dort seine „edf Concorde“ präsentierte, die wir an dieser Stelle einmal vorstellen möchten.

DSC 6900

Harald Matussek sagte uns folgendes: "Ich habe das Modell zusammen mit meinem Kollegen, Lars Habedank, aus dem Verein Modellflieger Schwalbach e.V. entwickelt. Konstruiert haben wir das Modell, weil uns schon das Original immer fasziniert hat und wir den Markt mit einem entsprechenden Modell bedienen wollten. In dieser Größe und Gewichtsklasse gibt es keine andere Impeller-angetriebene Concorde zu kaufen, jedoch sicherlich einige potentielle Kunden, welche ebenfalls von der Legende Concorde fasziniert sind.

Vor fünf Jahren wurde mit der Entwicklung begonnen. 2013 flog der erste Prototyp mit Styroflächen. Der Flügel wurde bis heute stets weiterentwickelt. Mehrere Flügelversionen wurden gefertigt und getestet. Die Tragfläche mit den besten Flugeigenschaften wird nun angeboten. Mittlerweile ist die sechste Generation des Flügels im Testbetrieb. Der Rumpf ist aus GFK, wurde von mir im CAD gezeichnet und das Urmodell von Dieter Brandau aus Duisburg erstellt. Die Fläche des Serienmodells ist aus Balsa, vollbeplankt, fertig mit Folie bespannt und mit Carbon verstärkt."

DSC 6901

Zu den Flugeigenschaften und der Steuerung ergänzte Harald Matussek noch: "Das Abfluggewicht wird ca. bei 8 kg liegen - also relativ wenig bei der großen Tragfläche. Das Modell fliegt daher auch extrem gutmütig und auch relativ langsam für diese Größe in allen Flugphasen vor allem beim Landen spielt das eine große Rolle. Damit ergibt sich ein sehr originalgetreues Flugbild. Auch bei böigem Wetter zeigt sie ein sehr stabiles Flugverhalten."

DSC 6888

Das Modell besteht aus mehreren Teilen und lässt sich für den Transport leicht zerlegen und anschließend in einem Mittelklassefahrzeug transportieren und vor Ort schnell und leicht wieder aufbauen. Montiert ist die Concorde 3,40 m lang und hat eine Spannweite von 1,45 m.

Wie bei der echten Concorde hat das Modell drei Ruder pro Seite. Die sind so zusammengemischt, dass immer zwei Ruder pro Seite auf einmal lenken, nach dem "Fail-Safe" Prinzip und aus aerodynamischen Vorteilen. Bei einem Steuerbefehl fürs Querruder bewegen sich die zwei äußeren, beim Steuerbefehl fürs Höhenruder, die zwei inneren. Landeklappen sind bei diesem Modell nicht erforderlich. Das Fahrwerk des Prototyps wurde von Behotec gefertigt. Dies wird jedoch gerade durch ein originalgetreueres Fahrwerk ersetzt. Es kommt ein Zweikreisdruckluft-Fahrwerksystem zum Einsatz.

DSC 6883

Das Modell in Wey wurde mit zwei WeMoTec-Midi Fan-Impeller mit einem HET 650-58-1970 Motor und zwei 6-S-Akkus angetrieben. Die Stromaufnahme beträgt bei dieser Antriebskonstellation bei Volllast ca. 180 bis 190 Ampere für beide Triebwerke zusammen. Der Schub liegt bei etwa 5,3 Kg. Vollschub braucht man nur beim Start. Geflogen wird das Modell mit maximal Halbgas. Für die Serie wird eine etwas stärkere Antriebskonfiguration mit WeMoTec-Impellern vorgesehen. Ende des Jahres wird die Kleinserie des Modells gestartet.

DSC 6890

In Wey haben wir von dem faszinierendem Modell auch ein Video gedreht, das die beschriebenen Flugeigenschaften unterstreicht. Dort kam noch der 6-S-Antrieb zum Einsatz, der auf dem feuchten Rasen und ansteigendem Gelände etwas knapp bemessen war. Bei diesem Flug wurden die Triebwerksgondeln entfernt um weniger Wiederstand zu erzeugen. Ein 8-S-Antrieb wäre auch bei feuchter, nicht gemähter Piste ausreichend.

www.hm-modelltechnik.de